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Ebola – The world starts to lose interest

It’s known since about one week now: UNMEER, the United Nations Mission for Ebola Emergency Response, the first UN emergency health mission ever, will come to an end June 30th. UNMEER started on September 19th 2014 and it was clear from the beginning that it will be a short-term mission. However, as usual at the end of an emergency intervention there remains one question: What comes next?

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The National Ebola Response Centre (NERC) will lose its most important supporter with UNMEER – also financially. That leaves the question how the countrywide Ebola response will be coordinated and continued. Even though Ebola is more or less under control in Sierra Leone by now, there are still about 1-2 new cases every day. Until end of June Sierra Leone will not become Ebola free, that’s for sure. 42 days have to pass without new cases before an area is officially declared Ebola free, counting from the day the last patient was discharged or passed away. counting from the day of the last safe burial or second negative test (Thanks to @HaertlG, twitter). That means, NERC will have to find new support. But whom? And who will take the lead in the Ebola response? There is much to do in the rehabilitation phase, preventive measures have to be started and hygiene programmes initiated. There are different possibilities who could take the lead, e.g. the Ministry of Health or the Organisation of National Security (ONS). As an employee of a civil society organisation I do hope that the military will play no major role anymore.

On top of that, many donors are phasing out their programmes in June / July. After that it will be difficult for organisations like Welthungerhilfe to get funds for post-Ebola rehabilitation projects. If Sierra Leone will succeed in banning Ebola from the country in the long run will partly depend on the quality of projects that are initiated now.

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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Ebola – Das Interesse der Weltgemeinschaft schwindet

Seit ca. einer Woche ist es bekannt: UNMEER, die United Nations Mission for Ebola Emergency Response, die erste UN Gesundheits-Mission der Geschichte, wird am 30. Juni aufgelöst. Entstanden war UNMEER am 19. September 2014 und es war immer klar, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Mission handeln wird. Aber wie das so ist gegen Ende eines Katastropheneinsatzes steht natürlich die Frage im Raum: Was kommt danach?

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Das National Ebola Response Center (NERC) wird mit UNMEER seinen wichtigsten Unterstützer verlieren – auch finanziell. Damit stellt sich die Frage, wie die landesweite Ebola-Response noch koordiniert und aufrechterhalten werden kann. Denn Ebola ist zwar „unter Kontrolle“, aber fast täglich gibt es noch 1-2 neue Fälle. Bis Ende Juni wird Sierra Leone nicht Ebola frei sein, das ist fast sicher. Allein schon die Tatsache, dass 42 Tage ohne neue Erkrankungs-Fälle vergehen müssen, bevor ein Gebiet als Ebola-frei erklärt werden kann, und das nachdem der letzte Patient entlassen wurde oder verstorben ist und das nachdem der letzte Ebola-Tote sicher bestattet wurde oder der letzte entlassene Patient zweimal negativ getestet wurde (Danke an @HaertlG auf twitter), macht das zeitlich unmöglich. NERC wird sich also andere Unterstützer suchen müssen. Aber wen? Und wer wird das Kommando übernehmen? Es gibt viel zu tun in der Rehabilitationsphase, Präventionsmaßnahmen müssen eingeleitet und Hygieneprogramme angestoßen werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wer die Schlüsselrolle übernehmen könnte, z.B. das Gesundheitsministerium oder aber die Organisation of National Security (ONS). Als Mitarbeiterin einer zivilgesellschaftlichen Organisation hoffe ich, dass das Militär keine Rolle mehr spielen wird.

Hinzu kommt, dass viele Geber im Juni und Juli Stichtage haben für die vertragliche Mittelvergabe. Danach wird es deutlich schwieriger werden für Organisationen wie die Welthungerhilfe, Mittel für die Post-Ebola-Rehabilitation zu akquirieren. Ob es gelingen wird, Ebola dauerhaft aus Sierra Leone zu verbannen, wird auch von der Qualität der Projekte abhängen, die jetzt angestoßen werden.

 

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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