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3 days lockdown in Freetown

Within the framework of the “Zero Ebola Campaign” the sierra-leonean government, or rather the “NERC” (National Ebola Response Committee), announced a three days lockdown. During the lockdown it is foreseen to do house-to-house checks for sick people who will then immediately be transferred to a treatment centre. The objective is to identify ALL sick people countrywide and to finally get to 0 new cases. The campaign will run for several weeks. It was announced already that in April more locked down weekends are planned.
What does that mean to me as a humanitarian aid worker? Of course, UN, government and NGOs enjoy exceptions. It was announced that a special passport will be necessary for free movement during the lockdown and this passport I received from my employer. Nevertheless, such a lockdown requires certain ahead-planning. Storing enough food for three days in the tropics without electricity? Not easy, if you want to eat something else than cookies. Here a picture of my groceries:

In the WHH Ebola Response WhatsApp Group interesting advice was circulated, for instance this nice compilation here:

Friday, day 1: I regarded this day as a normal working day and went to the office early in the morning. I’ve never before travelled so quickly from my house to the office, I think it took me less than 10 min, compared to usually 25 min. The traffic in Freetown is a nightmare, especially at roundabouts, and you waste a lot of time in the traffic usually. In the office it was nice and quiet, because most colleagues stayed at home. It was perfect to work through long pending documents. It was nice, indeed!

Saturday and Sunday, day 2 and 3: I stayed at home as required by a lockdown. It was a good opportunity to observe how the local people pass their time during a lockdown. Children were playing ball games in hidden corners. Teenager were sitting on the stairs in front of their houses to have a chat. One woman put a chair in front of her door and braided the hair of almost the whole of the female neighbourhood.

All in all the lockdown was a positive experience from my perspective. I had a quiet working space and a weekend at home is not bad to calm down from the busy day-to-day life. Whether the lockdown contributed positively to the fight against Ebola, I do not know.

This article is a translation of the original German Article by Julia

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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3 Tage Lock-down in Freetown

3 Tage Lock-down in Freetown
Im Zuge der “Zero Ebola Campaign” hat die sierra-leonische Regierung, genauer genommen der “NERC” (National Ebola Response Committee), eine 3 tägige Ausgangssperre landesweit verhängt. Während dieser Zeit soll gleichzeitig nach Kranken gesucht werden, die dann direkt in Behandlungszentren überführt werden. Ziel ist es, ALLE Kranken landesweit zu identifizieren und so endlich auf 0 zu kommen, was die Neuinfektionen betrifft. Die Kampagne läuft insgesamt mehrere Wochen, im April wird es an drei weiteren Wochenenden zu Ausgangssperren kommen, dies wurde bereits angekündigt.

Was bedeutet das für mich als Mitarbeiterin in der Ebola-Antwort? Natürlich werden für UN, Regierung und NGOs Ausnahmen gemacht. Es wurde vorher auf die Notwendigkeit eines speziellen Ausweises aufmerksam gemacht und diesen habe ich auch von meinem Arbeitgeber erhalten. Trotzdem erfordert ein solcher lock-down eine gewisse Planung. Drei Tage Essen lagern in den Tropen ohne Strom? Nicht einfach, wenn man sich nicht ausschließlich von Keksen ernähren will. Hier ein Bild meiner Einkäufe:

In der WHH Ebola Response WhatsApp Gruppe wurden interessante Ratschläge rumgeschickt, z.B. diese Liste hier:

„Meine Lockdown-Liste
1. Essen (Kinder, Erwachsene und spezielle Ernährungen)
2. Wasser (viel, denn man trinkt mehr, wenn man sich nicht bewegt)
3. Medikamente (Schmerzmittel, Imodium, Malaria-Medikamente, wenn Du Kinder hast, auch essentielle Medikamente für Kinder)
4. Lade Dein Handy auf (und kaufe eine zusätzliche Auflade-Karte für Notfälle)
5. Lade den Stromzähler mit Geld auf
6. Wenn Du einen Generator hast, kaufe Benzin, auch falls Du ein Auto hast
7. Zahle Dein Pay-TV Abonnement
8. Feuerzeug oder Streichhölzer
9. Besorge Dir ein gutes Buch, Filme, Brettspiele oder irgendwas anderes, was Dir Spaß macht, denn er wird wirklich langweilig
10. Falls Du Hausangestellte hast, kaufe etwas für sie (es ist zwar noch nicht Monatsende, aber komm schon!)
11. Kaufe was für Deine armen Nachbarn, damit sie nicht während des lockdowns an Deine Tür klopfen“

Freitag, Tag 1, habe ich als normalen Arbeitstag aufgefasst und bin morgens ins Büro. Noch nie war ich so schnell von meinem Wohnort im Büro, ich glaube, der Weg hat keine 10 min gedauert, im Vergleich zu sonst guten 25 min. Der Verkehr in Freetown, besonders an bestimmten Kreisverkehren, ist katastrophal und kostet normalerweise Unmengen an Zeit. Im Büro war es schön ruhig, da nur wenige Kollegen da waren, und ich konnte richtig gut was abarbeiten. Das hat mir gefallen!

Samstag und Sonntag, Tag 2 und 3, bin ich zuhause geblieben, wie vorgesehen. Das war eine gute Gelegenheit um zu beobachten, was die Einheimischen eigentlich so machen während eines lock-downs. Kinder haben in versteckten Ecken Ball gespielt. Jugendliche haben sich auf die Treppenstufen vor’s Haus gesetzt und gequatscht. Eine Frau hat einen Stuhl vor die Tür gestellt und praktisch der gesamten weiblichen Nachbarschaft die Haare neu geflochten.
Alles in allem war der lock-down eigentlich recht positiv für mich. Man hatte seine Ruhe im Büro und ein Wochenende zuhause ist ja auch nicht verkehrt, um mal ganz abzuschalten . Ob der lock-down auch für den Kampf gegen Ebola etwas Positives beitragen konnte, mag dahingestellt bleiben.

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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