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How to protect oneself from Ebola

I am not working as medical staff. Still I had contact with people who suffered from Ebola, with people who have been in quarantine and also with survivors. Before going to Sierra Leone I had an online course of 90 minutes length, including discussion, nothing more. Of course I clicked through the internet and I have tried to search information about all my questions I had at that time. Questions that – while not being in Sierra Leone yet – seemed very important to me:

  1. How long could the virus survive outside of a human body?
  2. Can infections be transported via animals?
  3. Can I still go on the streets while I have a small cut in my finger?

During the first three weeks in Sierra Leone I have checked my body temperature twice a day. Just to make sure everything is fine. I did this additionally to the approximately 5 checks per day that happen while entering and leaving my office, meetings, hotels. I have extensively cleaned my hands with a brush and used disinfection at least 10 times per day. I would not touch my face without washing hands first.

By now I stopped doing all of this. I live a normal life. I still disinfect my hands after washing them and obviously I cannot avoid  the temperature checks on the streets. Also, I still try to avoid body contact with other humans. Other than that I do not take any particular caution. It doesn’t seem necessary since Ebola will only be transmitted via body fluids. Therefore, in normal life there is almost no chance for infection. In mass media this is presented differently. But I will write about media reports in a few days.

I think the biggest danger for people like me who don’t work in the health sector is to get a different disease or have an accident. Two things that would force me to go to a local hospital. The hospitals are very crowded and one cannot be sure not to have other Ebola victims in there. The hospitals also do not have good equipment which yields another danger. That is why people suggested to take medicine that prevents Malaria. Malaria and Ebola have similar symptoms in the beginning. So a „maybe“ Ebola case in a crowded hospital can due to the low hygiene quickly become a real Ebola case.

This article was translated from Julia’s German Article: Wie schuetze ich mich vor einer Infektion?

Rene

Rene ist PhD Student und blogger. Er setzt sich fuer freies Wissen und freie Bildung ein. Dadurch ist er auf wikiversity, wikimedia commons und gelegentlich auf der Wikipedia aktiv. Er unterstuetzt Julia ihre Erfahrungen aus Sierra Leone zu verbreiten.

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Wie schütze ich mich vor einer Ebola Infektion?

Ich gehöre nicht zum medizinischen Personal. Aber dennoch hatte ich Kontakt mit Kranken, mit Quarantänehaushalten und mit Ebola-Überlebenden. Vor meiner Ausreise habe ich ein Online-Training von einem Tropenmediziner bekommen. Es war ein 1,5 stündiges Gespräch. Mehr nicht. Natürlich habe ich mich durchs Internet geklickt und versucht, mehr Informationen zu sammeln über Fragen, die aus der Ferne kritisch schienen:

  1. Wie lange kann das Virus außerhalb des menschlichen Körpers überleben?
  2. Sind Tiere ansteckend?
  3. Kann man mit einer offenen Wunde, z.B. einem Schnitt im Finger, noch auf die Straße?

In den ersten drei Wochen in Sierra Leone habe ich täglich zweimal meine Körpertemperatur gemessen. Nur um sicher zu gehen. Zusätzlich zu den ca. 5 Mal, die sie beim Ein- und Ausgang im Büro, bei Meetings und Hotels gemessen wird. Ich habe mir die Hände mit einer Bürste geschrubbt und sicherlich mehr als 10 Mal am Tag desinfiziert. Ich habe mir nicht ohne vorheriges Hände waschen und desinfizieren ins Gesicht gefasst.
Mittlerweile mache ich das alles nicht mehr. Ich lebe praktisch normal. Ich desinfiziere noch die Hände nach jedem Händewaschen, und den Temperatur-Kontrollen auf der Straße kann man nicht entgehen. Und natürlich vermeide ich jeden Körperkontakt. Aber darüber hinaus treffe ich keine besonderen Maßnahmen mehr. Es ist einfach nicht nötig. Da Ebola ausschließlich durch Körperflüssigkeiten übertragen wird, bietet sich im „normalen“ Leben kaum die Möglichkeit einer Ansteckung. Leider wird das in den deutschen Medien anders dargestellt. Aber zu der medialen Berichterstattung schreibe ich ein anderes Mal mehr.
Die größte Gefahr für das nicht-medizinische NGO-Personal ist es wohl, eine andere Krankheit zu bekommen oder in einen Unfall verwickelt zu werden und ein öffentliches Krankenhaus aufsuchen zu müssen. Alle Krankenhäuser sind überfüllt, es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch Ebola-Kranke unter den Patienten befinden, und eine gute Ausstattung gab es natürlich sowieso noch nie. Deshalb wurde es z.B. auch dringend angeraten, während der Ebola-Zeit Malaria-Prophylaxe einzunehmen. Denn Malaria und Ebola haben anfangs sehr ähnliche Symptome. Und ein Ebola-Verdachtsfall kann in einem überfüllten Krankenhaus mit zweifelhaften hygienischen Bedingungen schnell zu einem bestätigten Ebola-Fall werden.

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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