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Tragedy in Devil Hole: The aftermath of a wrong test result

In the last days of 2014, a dramatic case of Ebola in the Western Area happened. More than 100 people were quarantined in one single village. I will summarize the timeline:

Mrs Isa Tullah, living in Devil Hole/Zimi was brought to the hospital in Maccauley Street, Freetown, as suspected Ebola case. They took a blood sample and the blood was tested in the Central Lab. Result: negative. Logically, the doctors discharged her on the 22nd December. She died three days later on the 25th. But since the result was negative, the family was sure it was NOT Ebola and invited family, friends and neighbours in order to bid farewell to her, as requested by local customs.

On the 27th neighbours started displaying the first symptoms. But it was not before the 2nd January that in the course of the “Western Area Surge”, a governmental mass social mobilization, it was discovered that more than 30 suspected cases had emerged in the said community. 28 already confirmed as positive.

This single case study illustrates how the fight against Ebola suffers from drawbacks again and again. One single mistake – maybe a blood test got mixed up, maybe a test failed, maybe laboratory staff made a mistake – and immediately 28 people are infected. Ebola does not forgive mistakes.

I twittered about that incident, which led to an interesting discussion.

We from Welthungerhilfe immediately offered our support in form of food kits to the quarantined families in Devil Hole. On top of that, the community will be integrated into our own Social Mobilisation project in order to avoid another tragedy. The case illustrates that it is indeed necessary to insure that ALL dead are buried in a “safe and dignified” way. The risk is too high that a previous mistake causes more, avoidable deaths.

This article is an English translation by Julia. Find the original German article.

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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Ebola Tragödie in Devil Hole: Die Folgen eines vermeindlich negativen Tests

In den letzten Tagen des Jahres 2014 hat sich ein dramatischer Ebola-Fall in Western Area abgespielt. Über 100 Personen wurden in einer einzigen Siedlung unter Quarantäne gestellt. Ich möchte hier kurz den Hergang der Vorfälle schildern:

Mrs Isa Tullah, Bewohnerin von Devil Hole/Zimi wurde als Ebolaverdachtsfall in das Krankenhaus Maccauley Street in Freetown eingeliefert. Es wurde Blut abgenommen und die Proben wurden im Zentrallabor untersucht. Ergebnis: Negativ. Die Ärzte haben sie folglich am 22.12. aus dem Krankenhaus entlassen. Am 25.12. war die Frau tot. Da ja aber bestätigt worden war, dass es sich NICHT um Ebola handelt, kamen Freunde, Verwandte und Nachbarn, um sich zu verabschieden, so wie es die Tradition vorsieht.

Am 27.12. werden die ersten Nachbarn krank. Trotzdem dauert es noch bis zum 02.01., bis im Rahmen der „Western Area Surge“, einer 4-wöchigen Social Mobilisation Aktion der Regierung, offenbar wird, dass sich mehr als 30 Ebola-Verdachtsfälle in Devil Hole befinden. Bis gestern waren davon 28 als positiv bestätigt.

Dieser einzelne Fall illustriert, wie es immer wieder zu schlimmen Rückschlägen kommt im Kampf gegen Ebola. Ein einziger Fehler – vielleicht wurde der Bluttest verwechselt, vielleicht hat einfach ein Test mal versagt, vielleicht hat ein Angestellter des Labors einen Fehler gemacht – und schon sind 28 Menschen mehr infiziert. Ebola verzeiht keine Fehler.

Auf twitter habe ich darueber geschrieben und es ist eine interessante diskussion entstanden.

Wir von der Welthungerhilfe unterstützen jetzt die Familien in Quarantäne mit Nahrungsmittel-Paketen. Devil Hole wird in Zukunft in unser eigenes Projekt zur Social Mobilisation integriert um zu verhindern, dass es nochmal zu einer derartigen Tragödie kommen kann. Der Fall zeigt außerdem, dass es tatsächlich nötig ist, ALLE Verstorbenen einer „Sicheren und würdevollen Bestattung“ zuzuführen. Das Risiko ist einfach zu groß, dass ein Fehler im Labor zahlreiche weitere, vermeidbare Todesfälle nach sich zieh.

Über den Fall in Devil Hole wird morgen, Dienstag, 06.01. im „ZDF heute journal“ berichtet, wobei die Arbeit der Welthungerhilfe im Fokus stehen wird. Wer also mal alles in Farbe und bewegten Bildern sehen will, ist herzlich dazu aufgefordert, um 22.25 Uhr einzuschalten.

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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