Erneuter Anstieg von Ebola-Infektionen in Freetown

Es war nun einige Zeit ruhig, sowohl in meinem Blog, als auch in Sierra Leone. Die wöchentlichen Neuinfektionen sind immer mehr zurückgegangen und es gab sogar mehrere Tage hintereinander ohne eine einzige Neuinfektion landesweit. Es schien nur noch ein kleiner Schritt zu einem Ebola-freien Sierra Leone.

Aber leider hat sich das Blatt kürzlich wieder gewendet. Die Grafik unten zeigt die Zahl der „Kontaktpersonen“, die am 6. Juli unter Beobachtung standen und wurde von der WHO veröffentlicht. Die Zahl bezeichnet diejenigen Personen, die direkten Kontakt zu einem bestätigten, positiven Ebola-Fall hatten und die folglich unter Quarantäne stehen. WARD 374 ist ein Stadtteil von Freetown, der auch als „Magazine Wharf“ bezeichnet wird, ein Slum direkt an der Küste. Während es bis Freitag 14 Ebola-Fälle aus Magazin Wharf gab, hat das Wochenende nun 5 weitere hervorgebracht. Einer von diesen hatte bis gestern sogar keine bekannte Verbindung zu den anderen Fällen, was noch besorgniserregender ist.

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Die Mehrheit der neuen Fälle geht auf einen asymptomatischen Fall einer schwangeren Frau zurück, die ihr Kind im Krankenhaus zur Welt gebracht hat ohne zu wissen, dass sie sich mit Ebola infiziert hatte. Das Immunsystem Schwangerer läuft auf „Sparflamme“ während der Schwangerschaft um zu verhindern, dass der Körper das ungeborene Kind „abstößt“. Dies kann – wie sich jetzt herausgestellt hat – Ebola verschleiern. Fieber und Übergeben sind Abwehrreaktionen des Körpers im Kampf gegen das Virus. Wenn dieser Kampf ausbleibt, gibt es erst mal auch kein Fieber. Ebola wurde erst nach der Geburt bei der Mutter festgestellt. Infolgedessen wurden nun mittlerweile mehr als 400 Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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Über Julia Broska

Julia arbeitet für die Welthungerhilfe im Projektmanagement in Sierra Leone. Sie beschreibt in diesem Blog ihre persönlichen Eindrücke. Ihre Meinung muss sich nicht mit der der Welthungerhilfe decken. Bevor Julia nach Sierra Leone kam war sie in Nord Korea im Einsatz. Sie schreibt auch Artikel für den offiziellen Blog der Welthungerhilfe

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